Hilfe
Zurück zur Startseite
 

 

von Jochen

Zwei Detektive und ein Hund

Inhaltsverzeichnis

 

Noch Schule

Die Abmachung

Es geschah abends um 10

Auf der richtigen Spur

Gefangen

Sami rettet die Detektive

Der Hauptkommissar Müller hilft gut

Endlich die Räuber

Die Belohnung

 


Noch Schule

Der Lehrer, Herr Maier, erzählt der Klasse: "Räuber sind eingebrochen. Malt ein Bild dazu." Das haben sie gemacht. Es sah so aus:

Aber manche, besser gesagt zwei, wollten die Räuber fangen, nämlich Alex und Andreas. Sie malten sich aus, wie es zum Beispiel kommen sollte. So!

Zurück zum Inhalt

 

Die Abmachung

In der großen Pause stellten sich Andreas und Alex etwas abseits. "Wir zelten auf dem Berg, damit wir die Räuber besser beobachten können." "Da steht nämlich eine verlassene Hütte." sagte Alex.

Sie sprachen über die Sachen, die sie brauchten, zum Beispiel: zwei Taschenlampen, Seile, Taschenmesser, Blöcke, zwei Bleistifte und Spitzer, Holzstöcke, Essen, Kleider, Hosen, Jacken, Hemden, Taschentücher, ein Zelt, Kissen, zwei Steinschleudern, Rucksäcke, Schlafanzüge, Bücher, Uhren, Batterien, Kompasse, Lupe, Schlafsäcke und zwei Trickschlüssel.

Die letzte Stunde hatte angefangen. "Wir reden nach der Schule weiter", sagte Andreas. Es war Zeugnistag und Freitag. Nach der Schule fingen die Sommerferien an. Glück! Sie hatten Zeit.

"Wir müssen ein paar Sachen kaufen", sagte Andreas, "Ich hab° 500 DM." "Und ich 300 DM und 90 Pfennige." "Alles in Ordnung. Es sind 800 DM und 90 Pfennige. Bis heute nachmittag. Tschau!" "Tschau! Vergiss nicht zu fragen, ob du zelten darfst!"

Am Nachmittag trafen sie sich draußen: "Darfst du zelten?" "Ja ich darf." "Ich auch," sagte Andreas. "Hast du eingekauft?" "Ja, hab° ich", antwortete Alex. "Wir schlafen im Zelt. Essen da. Trinken da."

Sie wohnten im Tal. Auf dem Berg stand die verlassene Hütte. Und hinter einen Felsen da konnte man vom Tal aus nicht schauen, was hinter dem Felsen war und von der Hütte auch nicht. Dort wollten sie zelten. "Wir zelten morgen", sagte Alex. Wir treffen uns morgen bei der alten Eiche, unserem Treffpunkt", sagte Andreas, "So um neune." "Gut."

"Heute abend um zehn gehen wir aber noch den Räubern nach."

Sie fragten, sie durften, sie trafen sich noch einmal kurz und Alex meinte: "Mein Hund Sami will auch mit und ich denke auch, dass wir ihn brauchen könnten!"

"Wau, wuff, wau, wuff!" "Jipi!"

Zurück zum Inhalt

 

Es geschah abends um zehn

Sie trafen sich beim abgemachten Treffpunkt. Andreas sagte: "Wir müssen immer Zeitung lesen, damit wir drei immer die Neuigkeiten von den Räubern wissen." "Jetzt müssen wir aber die Räuber belauschen, falls sie sich, wie ich annehme, in der verlassenen Hütte auf dem Berg verstecken." Und die Zeitung kaufen wir morgen, Andreas", warf Alex ein.

Im Schatten der Bäume und Laternen schlichen Alex, Andreas und Sami lautlos wie Indianer in Richtung Berg. Sie näherten sich langsam der Hütte. Es war kein Kletterberg, darum ging es sehr schnell. Sami knurrte plötzlich. "Es sind Menschen in der Hütte", triumfierte Alex. "Psst", zischte Andreas. Alex hatte gute Ohren, er hörte zwei Stimmen. "Sie gingen näher und näher und blieben stehen. Jetzt konnten sie die Stimmen, ein krächzende Stimme und eine raue nur zu gut hören. Die erste Stimme war die krächzende und die zweite die raue.

Die erste Stimme fragte: "Wie viel Geld ha°m mir?" Die zweite darauf: "A° Million."

"Aha, der erste kann nicht zählen", meinte Alex leise.

Wieder sprach die erste Stimme: "Wann fahre° mir ins Auslandl?" Die zweite wieder: "Wenn die Sommerferien aus sin°."

"Glück", wisperten Alex und Andreas.

"I° hab°n Geheimgang entdeckt, Da is° ´ne Platte unterm Tisch, die klappt ma° hoch un° steigt ein, Platte zu. Da geht ma° unter der Erd° und kommt in einem hohlen Stei° ´raus, der hat ´ne Tür, macht ma° die auf is° ma° wieder drauß°n."

"Genug gehört", flüsterte Andreas. "Gut", sage Alex. Sie rannten nach Hause. "Tschau, bis morgen um neun. Dann wird gezeltet!" "Juhu!" "Juhu!". Sie freuten sich so, dass sie leise sangen:

Es wir gezeltet am Berg,

und wir sind fleißig am Werk.

Wir tanzen herum,

bum, bum, barum, bum, bum.

 

Zurück zum Inhalt

 

Auf der richtigen Spur

Bei der alten Eiche, sie hatten es ausgemacht, trafen sich Alex, Andreas und Sami mit bumsvollen Rucksäcken. Sami trug nichts. Klar! Die zwei Detektive stiefelten zum Kiosk. Sami sprang um sie herum. Alex kaufte die Zeitung und las sie. Drin stand:

Räber!
Die Räuber, die vorgestern eingebrochen sind, sind weg. Sie sind von Polizist Schmidt noch nicht gefaßt worden und von Herrn Hauptkommissar Müller auch nicht. Es ist schade. Hauptkommissar Müller sagt: "Sie haben eine Million." Mehr wissen die Polizisten nicht

"Glück gehabt", raunte Andreas.

Sie gingen los, auf den Berg zu. Sie gingen auf dem Pfad, der zur Hütte führte, sie bogen ab, also gingen sie nicht mehr auf dem Pfad, und bogen beim Felsen ein. Sie packten das Zelt aus und richteten es sich gemütlich ein. So gefiel es ihnen gut, sehr gut sogar. Um elf sammelten sie Holz und spielten dabei. Sami holte Stöcke und die Freunde schmissen die Stöcke auf einen Haufen. Aber Sami holte sie immer zurück. Endlich hatten sie einen kleinen Haufen zusammengetragen. "Das genügt", stöhnte Andreas. "Mir ist heiß, die Sonne brennt," sagte Alex. Sie entzündeten ein kleines Feuer. Es war halb zwölf als die Bohnen kochten.

Sami blieb beim Napf, während die Jungen nach dem Essen auf den Felsen herum kraxelten und kletterten. Plötzlich sah Alex zur Hütte und sah einen großen dicken und einen kleinen dicken Mann in die Hütte gehen. "Andreas", murmelte Alex, "Die Männer!" Andreas war sofort auf dem Felsen, konnte sie also auch sehen. "Stimmt", sagte er.

Sie sahen, dass die Männer, in der Hütte angekommen, gleich unter den Tisch krochen. Sie machten eine Platte auf, stiegen ein und machten die Platte zu. Die Männer hatten keine Minute zu spät zugemacht, denn schon kamen der Polizist Schmidt und Hauptkommissar Müller. Müller und Schmidt sahen sich erst um, dann gingen sie in die Hütte. Von ihrem Felsen aus sahen Alex und Andreas, wie Müller und Schmidt die Hütte durchsuchten. Aber nicht einmal ein winzigkleines Indiz fanden sie.

Alex und Andreas Plan stand fest, sie mussten sich nur anschauen. Schmidt und Müller gingen weg.

Zurück zum Inhalt

 

Gefangen

Alex und Andreas kletterten herunter. Sie gingen schnell in ihr Zelt und packten ein: zwei Taschenlampen, einen Kompass, Trickschlüssel und ein Seil. Sie steckten sich Kekse und Schokolade in die Hosentasche. Alex pfiff nach Sami. Sami kam, er hatte sich nur umgesehen.

Sie gingen los. Schließlich waren sie bei der Hütte. Sie gingen hinein, machten die Platte auf. Da war eine Treppe. Sie gingen runter. Sami knurrte. Alex knipste seine Taschenlampe an. Andreas auch. Alex ging mit Sami voraus. Andreas hinterher. Sie bogen einmal nach rechts, dann nach links ab. Plötzlich hörten sie Stimmen. Sami bellte ganz laut. Da kam der große Dicke und der kleine Dicke. Andreas und Alex stürzten sich auf den großen. Sami auf den kleinen. Schließlich gewannen die Männer und führten sie durch Gänge. Alex sah einen Koffer, der offen war. Darin war Geld. Dann öffneten die beiden Räuber eine Tür und schoben Alex, Andreas und Sami hinein.

Zurück zum Inhalt

 

Sami rettet die Detektive

Was sollten sie tun?

Sami hatte Hunger und schnüffelte an Andreas Tasche herum. Andreas holte die Kekse ´raus und da fielen doch wirklich die Trickschlüsssel auf den Boden.

"Die hatten wir ganz vergessen", riefen Andreas und Alex aus einem Munde. Sie sperrten die Tür auf. Sie gingen durch die Gänge. Alex sah 13 Schlüssel an einem Bund an einem Haken hängen und steckte sie in die Tasche. Endlich kamen sie zu dem Raum, in dem die Räuber waren. Die Tür war zu, aber sie konnten die Stimmen hören. Alex steckte einen der Schlüssel ins Schlüsselloch und sperrte zu. "Ein Glück", meinte Andreas gedämpft, "dass du gleich den richtigen Schlüssel erwischt hast." Die Räuber trommelten gegen die Tür und schrien: "Macht auf! Macht keine dummen Witze!"

Die Detektive rannten zur Platte, hoben die Platte auf und rannten weiter zum Dorf. Ein Motorrad hielt plötzlich neben ihnen. Hauptkommissar Müller saß drauf und fragte, warum sie rannten. Sie erzählten alles. Der Hauptkommissar brachte noch schnell sein Motorrad weg, dann gingen sie gemeinsam auf den Berg zur Hütte. Auf dem Weg holte Andreas die Kekse raus. Sami hatte ja immer noch nichts gegessen. Und er bekam zur Belohnung sogar ein Stück Schokolade.

Zurück zum Inhalt

 

Der Hauptkommissar Müller hilft gut

Als sie bei der Hütte angekamen, schnauften sie erst einmal aus und Sami hechelte. Sie gingen ´rein und machten die Platte auf. Alex knipste seine Taschenlampe an, dann gingen sie runter bis zu dem Raum. Alex sperrte auf. Die Räuber, die drinnen saßen, starrten Alex, Andreas, Sami und Hauptkommissar Müller an. "Na?" sagte Hauptkomissar Müller lauernd.

"Das Spiel ist aus, Karl", sagte der kleine Dicke. "Ja, Willi," sagte Karl gedämpft. Hauptkommissar Müller nahm den Koffer mit dem Geld, legte den beiden Räubern aber aus Versehen keine Handschellen an.

"Aua!" schrie der Hauptkommissar. Karl hatte ihn in das Schienbein getreten. Weg waren die Räuber.

"Ich bin ein Idiot!", rief der Hauptkomissar. "Wieso habe ich vergessen, ihnen die Handschellen anzulegen?"

Es wurde Abend. Hauptkommissar Müller fuhr ins Polizeiministerium und unsere Detektive gingen in ihr Zelt.

Zurück zum Inhalt

 

Endlich die Räuber

Alex wachte vor Andreas auf und schaute auf die Uhr. Himmel, es war erst viertel sechs. Alex hatte plötzlich einen Plan. "Wozu bin ich jetzt in der vierten Klasse. Ich kann doch einen Brief schreiben."

Er schrieb einen Brief, der lautete:

Lieber Andreas,
ich habe einen Plan! Ich weiß nicht, wann ich wieder komme, aber bald!
Dein Alex

Alex weckte Sami. Sie gingen zusammen und suchten einen riesigen Felsen. Als Alex einen fand, lauschte er den Felsen ab. Nichts hörte er, aber er fand noch einen größeren. Er hörte und hörte, er hörte zwei Stimmen.

Alex rannte zu Andreas, der schon wach war. "Hä?" fragte Andreas. "Schnell, es ist keine Zeit, dir alles zu erklären," keuchte Alex. Alex, Andreas und Sami rannten ins Dorf. Zum Glück war Hauptkommissar Müller auch schon da. Sie begrüßten sich. Alex bat ihn, er solle schnell mitkommen.

Auf dem Weg erzählte er alles. Als sie angekommen waren, öffneten sie die steinerne Tür. Hauptkommissar Müller fesselte die Banditen und brachte sie ins Gefängnis. "Ihr seid gute Detektive", lobte er die drei. "Morgen um neun Uhr bekommt ihr beim "Räuberfelsen" eine Belohnung." Sie verabschiedeten sich.

Am Abend fragte Andreas: "Was bekommen wir wohl?" "Weiß nicht", antwortete Alex.

Zurück zum Inhalt

 

Die Belohnung

Um sechs Uhr war Alex schon wach. Er weckte Andreas. Sie hatten noch viel Zeit zum Anziehen und Frühstücken. Um dreiviertel neun rannten sie zum "Räuberfelsen". Dort warteten schon Herr Hauptkommissar Müller und Herr Polizist Schmidt. Sie mussten still stehen und Hauptkomissar Müller sagte:

"Alex Weber und Andreas Huber, ihr bekommt ein Detektivabzeichen, einen Detektivausweis und eine Polizeimütze! Außerdem wird der Felsen mit der geheimen Türe von nun an "Räuberfelsen" heißen."

Auch Journalisten mit Kameras waren da. Die schrieben die ganze Geschichte auf und am nächsten Morgen stand alles in der Zeitung.

"Hoffentlich haben wir noch ein Geheimnis aufzuklären" sagten Alex und Andreas.

Zurück zum Inhalt



zurück

 


© 1997-2009 by Rainer Wehner - Impressum